Die Erfindung des Winzerfests

Theaterstück von Rüdiger Erk

Termine

Seit 1950 wird in Besigheim das Winzerfest gefeiert. Es wurde nach einem Weinpanschskandal 1948 ins Leben gerufen, um das Renommée des Besigheimer Weins sowie Besigheim als touristischem Ziel wieder aufzupolieren. Bis heute wird das Winzerfest gefeiert, seit Ende der 50er Jahre im Zweijahresrhythmus. Neben den zeitgeschichtlichen Aspekten, wie die Verfasstheit der Bevölkerung nach dem 2. Weltkrieg, die wirtschaftliche Lage eines Ortes, der ganz auf den Weinbau fixiert ist nach dem Weinskandal, soll das Fest an sich in den Mittelpunkt rücken, seine Bedeutung für die Bewohner des Ortes, die in den Jahrzehnten seit dem ersten Fest enorm gestiegen ist und sich von der wirtschaftlichen Notwendigkeit in ein touristisches Ereignis verwandelt hat, welches sogar 2013 zum beliebtesten Weinfest Deutschlands gewählt wurde. Das große Fest nach der Katastrophe (Weltkrieg) vereint sowohl Einheimische als auch Heimatvertriebene und Flüchtlinge in der gemeinsamen Planung und Durchführung. Das Theaterstück soll neben Szenen zum historischen Geschehen und einer Dramaturgie, die sich an den Erlebnissen eines Kindes um das Jahr 1950 entspinnt, viele musikalische und performative Elemente enthalten. Neben professionellen Darsteller*Innen und Musiker*Innen sollen Amateurspieler*Innen, ein gemischter Chor und eine Kindergruppe mit eingebunden werden, welche das Miteinander symbolisiert, welches das Winzerfest an sich erst zu dem besonderen Fest macht, das bei Einheimischen und Gästen so beliebt ist.

Stuttgarter Nachrichten 13.10.1950
Rechnung von Richard Duschek für das Plakat an das Bürgermeisteramt 05.09.1950

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